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    Bolzenschweißen ist in vielen Bereichen die konstengünstige Verbindungstechnik zum Befestigen von Bauteilen. Auf dünnen Blechen ist es oft die einzige technische Lösung. Doch wie funktionert eigentlich Bolzenschweißen? Und kann man es automatisieren?

    1) Was ist Bolzenschweißen?

    Bolzen- oder stiftförmige Teile werden durch einen Lichtbogen unter Anwendung einer Kraft ohne Zusatzwerkstoff verschweißt.

    2) Wie funktioniert Bolzenschweißen?

    Zwischen der Stirnfläche eines Bolzens und der Bauteiloberfläche eines Werkstückes wird ein Lichtbogen erzeugt; beide Teile werden dadurch angeschmolzen, unter geringer Fügekraft zusammengeführt und miteinander verbunden.

    Abbildung: So funktionert das Bolzenschweißen

    Bolzenschweißen-Prozess

    3) Welche Verfahren gibt es?

    Spitzenzündung (TS) nach DIN, DVS-Merkblatt 0901/0903, Kondensatorentladungs-Bolzenschweißen. Besonders geeignet für dünne Bleche ab ca. 0,5 mm; Mindestblechdicke: 1/10 des Bolzendurchmessers.
    Schweißbereich: M3-M8 (M10).

    Hubzündung (DS) nach DIN, DVS-Merkblatt 0901/0902, Verfahrensvarianten: Hubzündungs-Bolzenschweißen mit Keramikring oder Schutzgas, Kurzzeit-Bolzenschweißen mit Hubzündung, Kondensatorentladungs-Bolzenschweißen mit Hubzündung. Besonders geeignet für stärkere Bleche ab ca. 2 mm; Mindestblechdicke: ab 1/8 des Bolzendurchmessers.
    Schweißbereich: Ø 2-25 mm (M24).

    4) Wo wird Bolzenschweißen eingesetzt?

    Spitzenzündung: Metallverarbeitung, Elektroindustrie, Apparate-/Fahrzeugbau, Gehäuse-/Schaltschrankbau, Großküchen, Labor-/Medizintechnik, Lebensmittelindustrie, Haushaltsgeräte, Nachrichtentechnik, Warenautomaten, Fassadenbau, Beschläge, Isoliertechnik u.v.m.

    Hubzündung: Stahlbau, Maschinen-/Schiffsbau, Fahrzeugbau, Hoch-/Tiefbau, Feuerfestisolation für Kraftwerke und Verbrennungsanlagen, Kessel-/Apparatebau, Isolier-/Fassadenbau u.v.m.